Das ist die "Freiheit", die uns zugedacht,
Wir seh'n es dort, wo Neoliberale an der Macht,
Wie hinter Kerkermauern, Gitterstangen,
Im finsteren Gefängnis sitzt gefangen
Die Menschheit, die nach wahrer Freiheit stöhnt
und sich nach Rettung und Befreiung sehnt.
neo.liberalismus.at

Der Hintergrund

Wie konnte es überhaupt zur neoliberalen Epidemie kommen? Gibt es eine Alternative? Wie sah die Welt vor dem neoliberalen Wahnsinn aus? Was sind die Folgen des Neoliberalismus?

Skrupelloser Neoliberalismus

Wir sind den neoliberalen Wahnsinn so gewohnt, dass sich viele eine andere Welt gar nicht mehr vorstellen können. Doch eine andere Welt ist möglich! Es genügt ein kurzer Blick in die Geschichte vor dem Ausbruch des Neoliberalismus, und das Ausmaß des neoliberalen Verbrechens wird klar.

Früher lebten alle Menschen friedlich in der Wiege der Menschheit: Afrika. Die Menschen lebten ohne Egoismus, Hass und Kriege in einem, den Kontinent umspannenden, Matriarchat. Die Urmutter persönlich kümmerte sich um jeden, niemand musste Hunger leiden, es gab keine Ausbeutung und daher auch keine Armut, keinen Sexismus, keinen Kapitalismus, und - natürlich auch keinen Neoliberalismus. Die Weißen waren gegenüber den Schwarzen und anderen diskriminierten Minderheiten damals noch total sozial und versorgten sie mit Nahrung und Kleidung. Jeder bemühte sich, die Schwarzen total zu integrieren und niemand machte sich über sie lustig.

Alle lebten damals in Kommunen zusammen, die von Frauen antiautoritär angeführt wurden. Die Männer wurden freiwillig zur Hausarbeit gezwungen und durften dafür manchmal zur Fortpflanzung beitragen. Jedes Kind gehörte allen, niemand beanspruchte ein Kind mehr als andere, aber alle kümmerten sich abwechselnd um alle Kinder zugleich, wenn sie Zeit und Lust dazu hatten. An der Spitze aller Kommunen saß die Urmutter - liebevoll "Big Mum" genannt.

Die Devise war: jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen. Wer mehr arbeiten konnte, musste freiwillig mehr arbeiten als die, die weniger arbeiten wollten. Wer weniger brauchte, musste freiwillig jenen mehr geben, die mehr brauchten. Genauso gerecht ging es überall zu, auch beim Sex, der von keinerlei patriarchalischen Tabus eingeschränkt war. Wer mehr Sex geben konnte, musste freiwillig jenen zur Verfügung stehen, die mehr Sex haben wollten. Dabei war es vollkommen unwichtig, wie häßlich jemand war, jeder bekam seinen gerechten Anteil - alle waren gleich!

Damals gab es also noch wirklich Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit - die hieß damals natürlich Geschwisterlichkeit. Alle mussten freiwillig gleich sein und alle anderen bedingungslos als Geschwister aushalten und total solidarisch zu ihnen sein. Es gab kein Eigentum, denn jede/r konnte alles nutzen, was er/sie wollte. Jeder Funken Egoismus wurde rechtzeitig ausgemerzt: Wenn ein Kind sein Spielzeug nicht allen anderen geben wollte, wurde es in einem pädagogischen Ganztagskindergarten durch Spielzeugentzug umkonditioniert.

Harmonie vor dem Neoliberalismus

Es gab total offene Grenzen und keine Kapitalströme oder ausbeuterischen Güterflüsse über die Grenzen. Die ganze Menschheit lebte in Subsistenzwirtschaft und nichts musste importiert werden. Da Handel zu Ausbeutung führt, ließen die Menschen solche kapitalistischen Geschäfte nicht zu. Niemand musste etwas kaufen oder verkaufen, denn jede/r konnte sich nehmen, was er/sie wollte. Deshalb musste natürlich auch nichts am entfremdenden Fließband produziert werden und es gab überhaupt keine Produktionsmittel, die Kapitalisten hätten anhäufen können.

Damals gab es auch noch kein kapitalistisches Fernsehen oder neoliberale Schundliteratur. Big Mum las am Lagerfeuer jeden Abend aus ihren gesammelten Werken vor. Es gab nie Streit oder Meinungsverschiedenheiten, denn alle wussten, dass der Neoliberalismus böse ist und hielten solidarisch zu allen anderen. Jeder falsche Gedanke, der zum Neoliberalismus hätte führen können und damit logischerweise zu Weltkrieg und schlimmster Not, wurde rechtzeitig von Big Mum korrigiert. Alle zwangen sich gegenseitig dazu, solche neoliberalen Gedanken freiwillig aus den Köpfen zu verbannen, denn damals wussten die Menschen noch: Zu viel Freiheit ist Sklaverei und nur Unfreiheit macht die Menschen frei.

Doch eines Tages passierte etwas Furchtbares. Ein dummer, weißer Mann weigerte sich plötzlich für jene Schwestern und Brüder freiwillig zu arbeiten, die dies nicht konnten, weil sie intellektuell für die Gemeinschaft tätig sein mussten. Das war so unsozial und gemein, dass Big Mum ihn bestrafen musste. Da lief der unsoziale Rassist und faschistische Sexist davon und versteckte sich im Wald. Drei Wochen lang kam er nicht mehr heraus, obwohl ihm Big Mum mehrmals gut zuredete. Da er nicht mehr zu den gemeinsamen, veganen Mahlzeiten kam, musste er sich von etwas anderem ernähren: Er fraß Maden und Mäuse! Kleine, unschuldige, lebendige Maden, aus denen wunderschöne Schmetterlinge geworden wären, und kuschelige Mäuse mit herzigen Kulleraugen! Durch das tierische Eiweiß, das nun in sein Gehirn strömte, formte sich offenbar ein gefährliches Virus. Dies ist der erste bekannte Fall einer Erkrankung an diesem neuartigen Virus.

Nach drei Wochen kam der dumme, weiße Mann wieder aus dem Wald und hielt etwas in der Hand, das er gebaut hatte, ohne Big Mama zu fragen. Es war eine Waffe! Ein Mordinstrument! Der dumme, weiße Mann verließ damit Afrika und errichtete in Europa ein Reich dummer, weißer Männer. Jeder bekam eine Waffe. Big Mama war so traurig, dass sie bald starb. Nun stand dem Neoliberalismus nichts mehr im Weg und diese Unterdrückungsideologie breitete sich rasend schnell aus. Überall wurde das natürliche Matriarchat durch den patriarchalischen Kapitalismus ersetzt.

Neoliberaler Kapitalist mit Kinderblut an den Händen

Seit diesem traurigen Moment in der Menschheitsgeschichte gibt es Armut, Hunger, Krankheit, Kriminalität und Kriege. Dabei nimmt die Gerechtigkeit exponentiell ab und die Profite nehmen zu. Das Virus führt - wenn es nicht aufgehalten wird - zur Verelendung der gesamten Menschheit und schließlich zum Hungertod, außerdem zu Überbevölkerung und Klimaerwärmung. Denn die Reichen nehmen den Armen immer mehr Geld weg. Die Armen haben mittlerweile nur noch einen Dollar pro Tag, trotzdem rauben die Reichen gigantische Summen von ihnen! Kampf dem Neoliberalismus! Gerechtigkeit für alle!