neo-
Griechisches Präfix: "Etwas Böses, das mit Glatzköpfen zu tun hat". Beispiel: Neonazismus, Neoliberalismus (Milton Friedman hat auch kaum noch Haare).
-ismus
Lateinisches Suffix: "Etwas Böses, das mit Burschenschaften zu tun hat", z.B. Konservatismus. Wird manchmal nach einer komplexen grammatikalischen Regel durch das vorgestellte Wort neutralisiert und hat dann gar keine Bedeutung mehr, z.B. in "Sozialismus".
Neoliberalismus
Weltverschwörung von jüdischem Großkapital und Faschisten, die mit einem geheimen
Virus alle Politiker, unabhängig von Parteizugehörigkeit, durch CIA-Agenten infizieren lassen.
Kapitalismus
Wirtschaftssystem, das durch Ausbeutung die Regale bis zum Bersten füllt, die Menschen bis zur Fettleibigkeit ernährt und alle mit Wahlmöglichkeiten erdrückt. Ungesund und deshalb böse.
Kapital
Mafiöse Verbindung von Rechten, die zuviel Geld haben.
Sozialismus
Einzige real existierende Alternative zum Kapitalismus. Wer in böswilliger Weise anführt, dass durch den Sozialismus mindestens 110 Millionen Menschen umgekommen sind, nimmt damit nur den Kapitalismus in Schutz und hätte damit selbst nichts Besseres als den Gulag verdient - sollte also gefälligst den Mund halten. Außerdem waren die Gulags bei weitem nicht so schlimm wie KZs, denn letztere waren rassistisch, während in ersteren alle, unabhängig von Rasse, Geschlecht, und Zugehörigkeit massakriert wurden, auch Faschisten und andere Rechte. Das ist eindeutig guter.
Nazismus
Etwas Böses, das entgegen revisionistischer Gerüchte nicht das Wort "Sozialismus" enthält, wie jeder mit freiem Auge sehen kann.
Faschismus
Synonym für Nazismus, das vorzuziehen ist, weil hier nicht einmal die ärgsten Faschisten behaupten, dass es das Wort "Sozialismus" enthält.
Sozialdemokratie
Konservative Partei, die sich auf den Sozialismus beruft, um sich zugleich davon zu distanzieren. Solange noch nicht vom N.-Virus infiziert, fast so gut wie Sozialismus, denn zwar zimperlicher, aber damit auch diskreter und unauffälliger.
sozial
Früher: Egoistische Vorstellung, dass sich Menschen helfen sollen, ohne vom Staat dafür bezahlt zu werden. Heute: Synonym für "gut", bezeichnet alle reinen Elemente des Volkskörpers. Gegenteil: assozial = reich, ohne es durch sozialen Einsatz im Rahmen der Baddei verdient zu haben, oder sonstwie von der völkischen Norm abweichend.
Freiheit
Früher: irgend ein blabla um's Eigentum. Heute: Alles, was ich immer schon haben wollte und mir der Staat gefälligst bezahlen soll.
Eigentum
Egoistische Ausrede von Assozialen, warum man ihnen nicht alles wegnehmen dürfen soll.
Recht
Früher: Hindernis, das von der rechten Justiz allen sozialen Verbesserungen in den Weg gelegt wird, wenn sie Enteignung oder Körpergewalt beinhalten. Heute: Alles, was ich immer schon haben wollte und mir der Staat gefälligst bezahlen soll.
Menschenrecht
Früher: Schutz von jedem dahergelaufenen Idioten vor den segensbringenden Übergriffen des Staates. Heute: Das selbe wie Recht, nur das es keinen Widerstand zulässt und notfalls mit einer Militärintervention erkämpft wird.
Gerechtigkeit
Früher: Einengende Regel über die Zulässigkeit von Handlungen, schließt z.B. unverständlicherweise Gewalt aus, sogar wenn sie dem sozialen Fortschritt dient. Heute: Das selbe wie Gleichheit.
Staat
Heilsbringender Mechanismus, der der Volksseele Gestalt verleiht, und mit dem alle gut auf Kosten von ein paar egoistischen Assozialen (=Reichen) leben können. Alles durch den Staat, alle für den Staat, nichts gegen den Staat und nichts außerhalb des Staates (alles andere ist faschistoid!)
Gesellschaft
Alle anderen, nur nicht du - du elender Egoist!
Gleichheit
Zustand, bei dem es allen gleich schlecht geht. Nur die "sozialen" Gleichheitsbeauftragten sind notwendigerweise ein bisschen gleicher.
Toleranz
Früher: Vorstellung, dass jeder dahergelaufene Idiot sagen und denken kann, was er will, sogar wenn er den Sozialismus schlecht macht. Heute: Intolerante (= Leute, die unsere Meinung nicht teilen = Faschisten) beschimpfen und attackieren.
Unterdrückung
Gegenteil von Gerechtigkeit. Tritt auf, wenn jemand etwas hat, das ich nicht habe und haben möchte. Ist die schlimmste Form psychischer Gewalt und rechtfertigt jede Form der Selbstverteidigung.
Ausbeutung
Geld zu verdienen, das nicht aus dem Bezug einer politischen Rente oder eines amtlichen Mindestlohns besteht. Tritt auf, wenn jemand etwas hat, das ich haben möchte und es mir nicht schenkt, sondern aus egoistischen Gründen Geld dafür verlangt.
Armut
Weniger haben als die Reichen. Wächst ständig überall auf der Welt, solange die Reichen nicht enteignet werden. Deswegen verhungern kleine Kinder. Jemand, der die Reichen nicht enteignen möchte, ist daher schlimmer als ein Massenmörder.
Reiche
Jene, die mehr haben als ich. Aufgrund ihrer damit verbundenen Geburtsschuld dazu moralisch - und wenn sie sich weigern, dann mit Gewalt - verpflichtet, solange Zahlungen an mich zu leisten, bis ich mindestens genauso viel wie sie, keinesfalls jedoch weniger als der Reichste habe.
Der kleine Mann
Sagenhafte Heldengestalt aus der österreichischen politischen Mythologie. Von allen ausgebeutet und unterdrückt, nur nicht von den vier Parlamentsparteien, die alles nur für den kleinen Mann machen, ob sie Steuern erhöhen, Abgaben erfinden, Kampfflieger kaufen ...